Evangelischen Gottesdienst vorbereiten und leiten
Ein Beitrag zur Frage nach liturgischer Kompetenz und elementarer liturgischer Bildung
DOI:
https://doi.org/10.25365/exf-2026-5-17Schlagworte:
Protestant Liturgy, Worship, Worship Leadership, Liturgical Competence, Liturgical Education, Liturgical PerformanceAbstract
Vielleicht so: Der vorliegende Beitrag verortet liturgische Kompetenz im Spannungsfeld von Bildungstheorie und gottesdienstlicher Praxis. Ausgehend von der Wende zur Kompetenzorientierung (EQR/DQR) wird sie als integrativer Habitus definiert. Dieser verbindet Fachkompetenz (Reflexionswissen und rituelles Können) mit personaler Kompetenz (Status und Rollenbild). Die gottesdienstliche Anforderungssituation differenziert zwischen Vorbereitung und Leitung, bei der ein spezifisches „Körper-Wissen“ in Resonanz mit der Gemeinde tritt. Kritisiert wird eine abstrakte „elementare liturgische Bildung“: Grundvollzüge gewinnen erst durch die konkrete Gottesdienstform an Bedeutung. Liturgische Präsenz zeigt sich als Arbeit am Setting, wobei „Angemessenheit“ die Mitte zwischen Gemeindeerwartungen und der Logik der Form sucht. Ein Modell hierarchischer Kompetenzstufen erlaubt die Differenzierung von Rollenprofilen, wobei die fundamentale Grundkompetenz in der persönlichen spirituellen Praxis verortet wird.
Downloads
Veröffentlicht
Zitationsvorschlag
Ausgabe
Rubrik
Lizenz
Copyright (c) 2026 Thomas Melzl

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.